OMAHA
Beim Online Poker gibt es einige unterschiedliche Varianten und man kann je nach Vorliebe mit verschiedenen Taktiken vorgehen. Eine sehr bekannte und beliebte Abart des Pokerns ist die Variante Omaha oder auch Omaha High genannt. Ihren Namen hat diese Abart durch die gleichnamige Stadt in Nebraska und Sie erfreut sich einer großen Fangemeinde. Doch hier keimen gerade bei Anfängern die ersten Fragen auf. Wie wird Omaha Poker gespielt und was unterscheidet diese Abart von den anderen Pokervarianten?
Omaha Poker als Abart von Texas Holdem
Grundsätzlich ist Omaha Poker der Variante Texas Holdem sehr ähnlich. Trotzdem finden sich einige Unterschiede, die aber gerade deswegen einen entscheidenden Einfluss auf die Gewinnchancen haben können. Die Ähnlichkeiten zur Variante Texas Holdem sind zum Beispiel, dass alle Teilnehmer sogenannte verdeckte Karten erhalten als auch, dass es auch beim Omaha Poker wieder fünf sogenannte Gemeinschaftskarten gibt. Die Unterschiede dagegen sind klein, aber fein. So bekommt der Spieler beim der Variante Omaha statt zwei verdeckten Karten sogar vier Karten, die von den anderen Spielern nicht eingesehen werden sollten. Aus diesen vier verdeckten Karten sowie den fünf Gemeinschaftskarten muss der Spieler dann im Verhältnis zwei plus drei die beste Kombination bilden. Einfach gesagt kann jeder Teilnehmer aus seinen vier verdeckten Karten die zwei besten auswählen und sich aus den fünf Gemeinschaftskarten, die drei dazu passenden aussuchen. Auf diese Weise muss dann die vielversprechendste Poker Kombination geschaffen werden.
Omaha – Der Spielablauf
Entscheidet man sich dazu, Online Poker zu spielen und sucht sich hierfür die Variante Omaha aus, läuft ein solches Spiel folgendermaßen ab. Zuerst einmal erhält jeder Mitspieler vier verdeckte Karten auf die Hand. Diese sollten selbstverständlich möglichst nicht von den anderen Teilnehmern eingesehen werden. Ist die Vergabe der Karten abgeschlossen, kommen die Mitspieler direkt in die erste Wettrunde. Das bedeutet, dass sich jetzt schnell herauskristallisieren wird, wer gute Karten hat und wer nicht. Wer der Meinung ist gute Chancen zu haben, steigt durch den Mindesteinsatz in die Runde ein. Im Anschluss an die erste Wettrunde legt der Dealer die ersten drei Gemeinschaftskarten offen auf den Tisch. Wer bereits einmal Texas Holdem oder Omaha Poker gespielt hat, weiß sicherlich, dass diese Karten auf flop genannt werden. Hat dann jeder Spieler die Gelegenheit gehabt, diese drei Gemeinschaftskarten zu betrachten, und zu entscheiden, ob sich seine Chancen verbessert haben oder nicht, geht es auch gleich weiter in die zweite Wettrunde. In dieser Runde gibt es für die Teilnehmer mehr Möglichkeiten als hopp oder topp. Jetzt kann man sich entscheiden, ob man schieben möchte, mitgehen möchte, erhöhen möchte, oder gar ganz aussteigen möchte. Entscheidet man sich für das Schieben oder auch checken genannt, gilt es hierbei, wichtige Regeln zu beachten. Im Einzelnen bedeutet dies, dass jeder Teilnehmer der Runde nur dann schieben kann, wenn dies der Vordermann auch gemacht hat. Entscheidet sich also der erste Spieler nicht dafür zu checken, fällt auch für die anderen Teilnehmer diese Möglichkeit weg. In diesem Fall können die restlichen Mitspieler also nur noch mitgehen, erhöhen oder auch aussteigen. Beim Mitgehen oder auch call genannt, ändert man am Einsatz nichts, sondern schließt sich den vorherigen Einsätzen an. Wählt man das Erhöhen oder auch raise genannt, rechnet man sich meist gute Karten aus, und erhöht den Einsatz um einen frei wählbaren Betrag. Hat man aus den bisherigen Karten keine gute Kombination bilden können, sollte man sich überlegen, auszusteigen, was in Fachkreisen auch Passen oder fold genannt wird. Haben alle Mitspieler ihre Entscheidung getroffen und die Einsätze sind gemacht, deckt der Dealer die vierte auch Turn genannte Gemeinschaftskarte auf. Was jetzt kommt, ist eigentlich jedem schon klar, die dritte Wettrunde. Wie bei der vorangegangenen Wettrunde auch haben die Teilnehmer wieder vier verschiedene Möglichkeiten. Ist bis zu diesem Zeitpunkt der Wettrunde noch kein Einsatz gemacht worden, können die Spieler schieben. Ist von einem der anderen Teilnehmer bereits ein Einsatz getätigt worden, können die restlichen Mitspieler entweder mitgehen, erhöhen oder auch ganz aussteigen. Ist dieser Vorgang abgeschlossen und alle Einsätze getätigt, legt der Dealer die fünfte, zugleich auch letzte Gemeinschaftskarte auf den Tisch. Diese auch River Card genannte Gemeinschaftskarte dient wieder den Spielern als Kombinationsmöglichkeit und kann den Unterschied über Erfolg oder Misserfolg ausmachen. Gleichzeitig läutet die letzte Gemeinschaftskarte die vierte und auch letzte Wettrunde ein. Diese funktioniert im Grunde genommen wie die vorherigen auch, mit dem Unterschied, dass das Ende dieser Wettrunde mit dem sogenannten Showdown einhergeht. Das bedeutet, sind alle Einsätze gemacht worden, gehen alle Spieler der Reihe nach daran, ihre Karten aufzudecken. Gewonnen hat der Teilnehmer, die höchste Kombination vorweisen kann.
Ein konkretes Beispiel des Spielablaufs von Omaha:
Folgend erhalten Sie ein kurzes Beispiel ueber den grundsätzlichen Spielablauf von Omaha Poker :
1.) In unserem Beispiel gibt es zwei Spieler, Spieler A und Spieler B. Das Spiel beginnt mit dem Erhalt der ersten vier Karten, welche verdeckt sind.




Spieler A




Spieler B
Jetzt wird gesetzt, beide Spieler (A und B) gehen mit.
2.) Der sogenannte Flop, d.h. die ersten drei Gemeinschaftskarten, werden aufgedeckt
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Spieler A




Spieler B




Gemeinschaftskarten (Flop)
Zwei von drei Gemeinschaftskarten können nun von beiden Spielern (A und B) zur Bildung einer Kombination genutzt werden.
| Spieler A Spielkarten | ![]() ![]() |
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Kombination: Nichts! |
| Spieler B Spielkarten | ![]() ![]() |
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Kombination: Zwei Paare. |
Es folgt die zweite Spielrunde. Wir gehen zur Veranschaulichung einfach mal von einem sogenannten Schieben als naechsten Schritt aus.
3.) Es folgt die Turn Karte




Spieler A




Spieler B





Gemeinschaftskarten
| Spieler A Spielkarten | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
Kombination: Nichts! Dieser Spieler konnte sein Pokerblatt nicht verbessern. | |
| Spieler B Spielkarten | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
Kombination: Zwei Paare. Dieser Spieler konnte sein Pokerblatt nicht verbessern. |
Es folgt eine weitere Spielrunde.
4.) Die letzte Gemeinschaftskarte wird aufgedeckt, die sogenannte River Card




Spieler A




Spieler B





Gemeinschaftskarten
| Spieler A Spielkarten | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
Kombination: Royal Flush. Dieser Spieler konnte sein Pokerblatt wesentlich verbessern. | |
| Spieler B Spielkarten | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
Zwei Paare. Dieser Spieler konnte sein Pokerblatt nicht verbessern! |
Die finale Spielrunde des Omaha Poker ist nun erreicht und die Karten werden aufgedeckt (sog. Showdown), wobei immer der Spieler als erster aufdeckt, welcher als erster gesetzt hat. Falls geschoben wurde, deckt der als erster auf, der die Spielrunde eröffnet hat.
In unserem Beispiel gewinnt Spieler A gegen Spieler B mit einem Royal Flush (A), welches einen höheren Wert hat als zwei Paare (B).
Unterarten der Pokervariante Omaha
Wer sich dazu entscheidet, Poker zu spielen, hat im Vorfeld die Wahl zwischen sehr vielen Abarten. Hat man sich letztendlich für eine dieser Varianten entschieden, kann es sein, dass man auch hier wieder auf Unterarten trifft. So auch beim Omaha Poker. Hier hat man noch die Möglichkeit die sogenannte Unterart High-Low zu spielen. Bei dieser Variante gibt es dann am Schluss nicht nur einen Gewinner, sondern zwei. So teilen sich beim Omaha High-Low sowohl der Spieler mit dem höchsten Blatt als auch der Teilnehmer mit dem schlechtesten Blatt den Topf. Das bietet den Mitspielern zum einen zwar höhere Chancen, verlangt aber auch nach einer ausgeklügelten Taktik. Schließlich kann auch ein schlechtes Blatt fast immer unterboten werden!
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