DIE POKERVARIANTE FIVE CARD DRAW

Wer sich im Fernsehen schon einmal einen Western angeschaut hat, der hat auf diese Art bereits einmal Bekanntschaft mit der beliebten Pokerart Five Card Draw gemacht. Dort wurde grundsätzlich nur diese Pokervariante gezeigt, und so kam es auch, dass bald in allen Kasinos und in allen Pokerrunden Five Card Draw gespielt wurde. Leider verhält es sich mit dieser Pokerart inzwischen genauso wie mit den Western, sie sind von der Bildfläche fast gänzlich verschwunden. Auch in den modernen Kasinos bekommt man daher eher selten die Gelegenheit diese einfache aber sehr schöne Pokerart zu spielen. Dort haben sich andere Pokervarianten durchgesetzt wie zum Beispiel Texas Holdem oder Omaha. Bietet sich einem jedoch trotzdem einmal die Gelegenheit an einer Runde Five Card Draw teilzunehmen, sollte man diese auf jeden Fall wahrnehmen.

 

Wie spielt man Five Card Draw Poker?

Hat man zum Beispiel beim Online Poker die Möglichkeit, an einer Runde Five Card Draw teilzunehmen, ist es sinnvoll die grundsätzlichen Regeln und Spieleigenheiten zu kennen. Als Erstes hierzu eine kleine Erklärung zum Namen dieser Pokerart. Die Bezeichnung Draw im Namen des Spiels bedeutet so viel wie verdeckt. Es werden also während des Spiels keine offenen Karten auf den Tisch gelegt, sondern alle Spieler bekommen lediglich verdeckte Karten. Dies ist ein bedeutender Unterschied zu den anderen Pokervarianten wie zum Beispiel Texas Holdem, Seven Card Stud oder Five Card Stud.
 
Zu Beginn des Spiels müssen alle Teilnehmer zuerst einmal den Grundeinsatz tätigen, der auch Ante genannt wird. Wie bei anderen Pokervarianten auch geschieht dies, ohne dass einer der Spieler auch nur eine einzige Karte zu sehen bekommen hat. Dieser Grundeinsatz bildet dann sozusagen den Grundstock für den Pot, welcher zum späteren Gewinn bereitliegt. Sind alle Einsätze im Topf, geht der Dealer daran, die Karten an die Spieler zu verteilen. Jeder Teilnehmer erhält dabei fünf Karten verdeckt auf die Hand und sollte diese möglichst auch von keinem anderen Mitspieler einsehen lassen. Haben alle Spieler ihre Karten erhalten und hatten Gelegenheit, diese zu betrachten, beginnt auch schon die erste Wettrunde. In dieser können sich alle Teilnehmer entscheiden, ob sie mitgehen möchten oder nicht. Früher gab es hierfür einmal eine Grundregel. Diese besagte, dass ein Mitspieler nur dann in der ersten Wettrunde mitgehen kann, wenn er mindestens ein Buben Pärchen in der Starthand hat. Heute wird das nicht mehr so eng gesehen und so kann sich jeder Spieler frei entscheiden, egal welches Blatt er auf der Hand hält. Trotzdem sollte man an diesem Punkt gut überlegen und bedenken, ob es wirklich Sinn macht mitzugehen. Hat man zum Beispiel keine besonderen Karten auf der Hand, ist das Risiko an diesem Punkt zwar noch relativ gering, erhöht sich aber im weiteren Spielverlauf rasant. Sind die Erfolgschancen an dieser Stelle also gering, kann es oftmals besser sein, sich jetzt zu verabschieden. Haben alle Spieler letztendlich ihre Entscheidung getroffen, und die Einsätze sind gesetzt, geht der Dealer dazu über, eventuelle Tauschwünsche entgegen zunehmen. Dies bedeutet für die Spieler, dass sich jetzt die Gelegenheit bietet, unpassende Karten abzugeben und auf bessere zu hoffen. Die Anzahl der Karten spielt dabei keine Rolle. So können die Teilnehmer zum Beispiel ganz auf das Tauschen verzichten, oder sogar alle fünf Startkarten gegen fünf neue Karten eintauschen. Wie viele der Karten man tauschen möchte, hängt dabei ganz und gar von der Starthand ab. Hat man hierbei ein sehr gutes Blatt wie ein Full House erhalten, ist es selbstverständlich nicht sehr klug auch nur eine dieser Karten einzutauschen. Benötigt man jedoch noch Karten zur Vervollständigung eines gewünschten Blattes, sollte man die Karten tauschen, die nicht in das Konzept passen. Haben alle Teilnehmer die Karten getauscht, und vom Dealer neue Karten dafür erhalten, geht auch direkt in die zweite und letzte Wettrunde. Hierbei haben die Spieler nun die Möglichkeit, entweder mitzugehen, zu erhöhen oder auch Raise genannt, oder sich aus dem Spiel zu verabschieden, was auch fold genannt wird. Sind zum Schluss alle Einsätze gemacht worden, kommt es auch schon zum sogenannten Showdown. Dabei sind alle Spieler aufgefordert, ihre Karten offen zulegen und zu beweisen, was sie auf der Hand halten. Der Pot geht dann letztendlich an den Teilnehmer mit dem höchsten Blatt nach den allgemeinen Pokerregeln.

 

Strategie und Beobachtung sind beim Five Card Draw wichtige Informanten

Spielt man diese wirklich spannende Pokerart, sollte man sich schon im Vorfeld eine gute Strategie zurechtlegen. Diese sollte man in jedem Fall von der Anzahl der Teilnehmer abhängig machen und diese mit der Starthand paaren. Kurz gesagt kann man bei einer Runde mit wenigen Mitspielern ruhig einmal auf die sichere Seite wechseln und sich auf ein hoffnungsvolles Blatt in der Hand verlassen. Nehmen mehr Spieler an der Runde teil, kann ein solch vermeintlich sicheres Blatt jedoch schnell zum Desaster werden. Aus diesem Grund sollte man hier ruhig einmal ein wenig mehr riskieren und so vielleicht zu einem richtig guten Blatt kommen. Denn das vermeintlich sichere Blatt kann bei größeren Runden häufig durch einen der anderen Spieler getoppt werden.
 
Geht es darum Informationen über die Karten der anderen Teilnehmer zu bekommen, sollte man gerade bei der Tauschrunde besonders gut aufpassen. Hierbei lässt sich oftmals am besten erkennen, was die anderen Spieler vermutlich auf der Hand halten. Tauscht einer der Mitspieler zum Beispiel drei Karten, kann man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass dieser ein Pärchen hat. Gibt ein Mitspieler zum Beispiel vier oder gar fünf Karten zum Tausch, kann man hier getrost der Meinung sein, dass dieser Spieler kein gutes Startblatt bekommen hat.

Das Spiel in die gewünschte Richtung bringen Wie bei anderen Pokervarianten auch, kann ein gepflegter Bluff beim Five Card Draw manchmal wahre Wunder wirken. Hat man also keine gute Starthand bekommen, kann man sich ruhig einmal ausprobieren und trotzdem mitgehen. Mit einer guten Strategie kann man auch damit zum Erfolg kommen. Hat man jedoch gute Karten auf der Hand, sollte man sich auch hier nicht zu früh offenbaren. Erhöht man an diesem Punkt nämlich zu schnell und zu krass, kann es passieren, dass sich davon die anderen Teilnehmer in die Flucht schlagen lassen. Das wiederum würde sich negativ auf den Pot auswirken.