DRAW POKER ALS STRATEGIE ANWENDEN
Beim online Poker gibt es unzählige Wege, um ans Ziel zu kommen, also den Topf sein Eigen nennen zu dürfen. Dabei gilt es, durch eine gute Pokerstrategie und eine angepasste Spielweise ein gutes Blatt auf die Hand zu bekommen, wenn man dieses nicht ohnehin schon zu bieten hat. Sehr gute Starthände sind jedoch nicht so häufig vertreten, sodass man in vielen Fällen darauf angewiesen ist, auf die Wahrscheinlichkeit zu setzen ein angefangenes Blatt zu vervollständigen. Hat ein Spieler Karten auf der Hand, die zwar Erfolg versprechend, aber noch nicht vollständig sind, bezeichnet man dies als Draw bzw. Draw Poker.
Diese auch Zeichnung genannte Hand hat zwar gute Aussichten auf den Pot, benötigt aber noch die fehlenden Karten um dies auch wirklich in die Realität umsetzen zu können. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn von den fünf Karten eines Spielers vier in derselben Farbe sind. Hierbei handelt es sich dann um eine sogenannte zeichnende Hand, die gute Aussichten auf einen Flush hat. Der Spieler dieses Beispiels benötigt noch eine Karte in derselben Farbe und hat seine Pokerkombination zusammen. Das Gegenteil hierzu ist die sogenannte made Hand. Hierbei hat der Spieler bereits alle nötigen Karten als Starthand erhalten und muss keine weiteren Karten ziehen, um Chancen auf den Gewinn zu haben. Gute Spieler wissen, dass auch eine gemachte Hand zu Beginn ohne Zutun zu einer schlechten werden kann, wenn die Gegner ihre benötigten Karten ziehen. Auf der anderen Seite kann ein Spieler mit einer drawing Hand auch von vornherein keine Chancen auf den Topf haben, auch wenn er die nötige Karte zieht. Dies ist dann der Fall, wenn der Gegner eine überlegene made Hand zu bieten hat. Aus diesen Umständen heraus lässt sich schlussfolgern, dass nicht nur Spieler mit einer Zeichnung auf der Hand von weiteren Karten profitieren können, sondern auch Teilnehmer mit gemachten Händen. Auf diese Weise lässt sich oftmals eine noch bessere Pokerkombination bilden oder auch die Möglichkeit auf mehrere Kombinationen gleichzeitig.
Was man beim Draw Poker alles ziehen kann
Draw Poker bietet eine Vielzahl an Händen, die man zu Beginn einer Runde durch den Dealer bekommen kann. Wie bei allen anderen Pokerstrategie Varianten auch, kommt es eigentlich nur darauf an, was man letztendlich daraus macht. Nachfolgend einmal die Ziehungen, die man auf als Starthand bekommen kann:
Der Flush Draw
Hiermit wird eine Starthand genannt, die aus vier gleichen von fünf Karten besteht, also vier Karten der gleichen Farbe. Der Spieler braucht nun lediglich noch die fünfte Karte derselben Farbe um ein Flush zu bilden. Je nachdem, welche Pokerart gespielt wird, gibt es unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten, diese Karte auch in den nachfolgenden Ziehungen zu bekommen. Möchte man diese Hand vervollständigen, sollte man grundsätzlich die Anzahl der Spieler und auch den Fortschritt der Runde beachten, um sich realistische Chancen auszurechnen.
Der Straight Draw (außerhalb)
Hierbei verhält es sich ähnlich wie beim Flush Draw. Der Spieler hält bereits vier Karten in einer Reihenfolge auf der Hand und braucht lediglich die fünfte Karte, um ein Straight zu vervollständigen. Der oben angefügte Zusatz “außerhalb” bezieht sich dabei auf die Reihenfolge. Außerhalb bedeutet, dass der Straight nur durch eine Karte aus der Mitte der Reihenfolge gefüllt werden kann. Hat der Spieler zum Beispiel die Karten 6, 7, 8, 9 auf der Hand, kann dieser den Straight entweder mit einer 5 oder einer 10 vervollständigen. Auf diese Weise hat der Spieler die Möglichkeit, eine der acht fehlenden Karten zu bekommen und die Hand zu bilden.
Der Straight Draw (inside)
Diese Starthand besteht im Grunde genommen aus derselben Kombination wie das oben erklärte Straight Draw, nur dass es sich hierbei um eine Reihenfolge ganz am Anfang der Kartenfolge oder ganz am Ende der Kartenfolge handelt. Als Beispiel hat ein Spieler die Starthand A, K, D, B bekommen, kann er den Straight lediglich an einem Ende bilden. Aus diesem Grund ist bei dieser Kombination auch die Wahrscheinlichkeit geringer, die richtige Karte zu ziehen, da man hierbei nur 4 mögliche Karten zur Wahl hat.
Der doppelte Inside Straight Draw
Bei einigen Pokervarianten, bei denen mit elf Karten gespielt wird, wie zum Beispiel beim Texas Holdem kann der Spieler aus all den Karten nicht nur einen Straight bilden, sondern gleich mehrere. Hat ein Spieler zum Beispiel folgendes Blatt auf der Hand, 2, 3, 5, 6, 8, 9, benötigt er zwar noch zwei Karten für die Vervollständigung, kann aber bei Ziehung der fehlenden Karten gleich mehrere Straights bilden. Die Wahrscheinlichkeit diese Karten zu bekommen liegt in gleich der eines Straight Draw außerhalb.
Andere Ziehungen
Auch dann, wenn ein Spieler eine sogenannte made Hand als Starthand bekommt, kann es in manchen Fällen sinnvoll sein, trotzdem eine weitere Karte zu ziehen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Spieler zwei Pärchen oder einen Drilling auf die Hand bekommen hat. Durch die Ziehung weiterer Karten kann man die ohnehin schon gute Pokerkombination noch verbessern und so seine Chancen auf den Topf steigern.
Backdoor Draw
Die nächste Variante, die ein Spieler ziehen kann, ist der sogenannte Backdoor Draw. Hierbei braucht der Spieler noch zwei Karten, um eine Pokerkombination bilden zu können. Hierbei ist die Wahrscheinlichkeit auf eine Vervollständigung der Hand natürlich bedeutend geringer als bei den vorherigen Händen.
Drawing Dead
Versucht ein Spieler, eine Hand zu vervollständigen, die auf keinen Fall gewinnen kann, da ein Gegner bereits eine bessere Kombination auf den Händen hält, bezeichnet man dies als Drawing Dead.
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