WAS DIE GRÖßE DER CHIPS STACKS AUSSAGT
Die Größe der Chips Stacks ist bei jedem Pokerspiel von Bedeutung, doch gerade bei No Limit Texas Holdem, Cash Games und Turnieren sollte man ein noch schärferes Augenmaß darauf haben. Die eigene Stack-Größe sowie die der Gegner spielt für die Texas Holdem Poker Strategie im gesamten eine große Rolle, sowohl für einen selbst als auch für die Gegner. So wird ein Spieler mit einem großen Stack eher bereit sein, riskant zu spielen, während im Gegenzug ein Spieler mit einem kleinen Stack sich eher passiv verhalten wird und versuchen wird, Chips zu bekommen. Macht ein Spieler zum Beispiel einen maximalen Buy in, hat dieser meist den entsprechenden Bankroll für dieses Vorgehen, und kann sich demzufolge auch an Pechsträhnen besser anpassen. Im Gegenzug dazu neigen Spieler, die sich für ein geringes Buy in einkaufen dazu, Ihre Fähigkeiten zu unterschätzen oder auch über ihre Mittel zu spielen. Es braucht eigentlich nicht erwähnt zu werden, dass solche Spieler oftmals schnell aus dem Spiel gedrängt werden, da sie mehr damit beschäftigt sind, sich über ihren Bankroll Gedanken zu machen.
Die Strategie für einen Big Stack und die Vorteile eines solchen
Zum einen gibt es bei einem großen Stack zahlreiche Vorteile, wobei die Nachteile auf der anderen Seite natürlich nicht lange auf sich warten lassen. So spielt selbstverständlich das Glück eine nicht zu unterscheidende Rollen, jedoch ist ein großer Stack besonders bei Turnieren vonnöten, wenn es darum geht, in der Blase um die ersten Ränge zu spielen. Gerade hier erleichtern einem große Stacks viele Entscheidungen, die man mit einem kleinen Stack nur schwer oder anderes getroffen hätte. Häufig auch als Mobbing bezeichnet, sind große Stacks in der Lage, andere Spieler vor die Wahl zu stellen, in der Hoffnung, sie damit zu einem Fold zu bewegen, anstatt ihre Chips auf ein mögliches Unentschieden zu setzen. Daraus folgt selbstverständlich der Schluss, dass Spieler mit einem kleinen Stack gegen solche Wetten oftmals aussteigen, außer der Spieler besitzt ein überdurchschnittlich gutes Blatt. Zeigt sich auf dem Tisch zum Beispiel kein Draw für ein Straight oder ein Flush, ist die für den Anführer der Stacks die perfekte Gelegenheit, die anderen Teilnehmer aus dem Spiel zu schubsen. Ebenso verhält es sich bei einem Cash Game Spieler, der sich unterwerfen muss gegen einen Teilnehmer, die ihn im Bezug auf den Stack übertrifft.
Ein weiterer großer Vorteil eines großen Stacks, ist die Anzahl der Bluffs, die einem diese Menge an Chips ermöglicht. Während man in einem solchen Fall mit einem kleinen Stack eher aussteigen würde, kann man mit der richtigen Menge Chips in der Hinterhand seinen Gegner blenden oder auch die Kraft zum Weiterspielen rauben. Gesetzt dem Fall, man ist der Meinung, eine überdurchschnittlich gute Hand zu haben, kann jedoch nur auf einen kleinen Stack zugreifen, sollte man beim Flop vorsichtig vorgehen. Grundsätzlich warten solche Spieler auf diese sogenannten Monsterhände, und wenn die Karten auf dem Tisch ein solches zeichnen, sollte man diesen Umstand genauestens prüfen, bevor man die Runde mit Wetten beim Flop bombardiert.
Die Strategie mit einem kleinen Stack
Spielt man mit einem kleinen Stack und ist hier seinem Gegner unterlegen, gilt es einige Dinge zu beachten. So muss man hier die Kosten für den Flop, Turn und River in Relation mit den Karten setzen, die man noch für die Vervollständigung seines Blattes braucht. Hat man zum Beispiel einen Stack von 2000, während der Gegner einen Stapel mit 30000 vor sich liegen hat, kann man sich selber ausrechnen, wie schnell einen dieser Gegner mitziehen kann. Geht man zum Beispiel von folgender mittelmäßiger Hand aus: Karo 10 und Pik 9, und die Karten auf dem Tisch bringen einem ein Paar, sowie einen Draw zu einem Inside Straight. Geht man nun davon aus, dass die anderen Teilnehmer eine Wette über 200 bei einem Topf mit 20 machen, kann man getrost annehmen, dass die nächste Wette dieser Spieler beim Turn im besten Fall die Größe des Topfes hat oder sogar mehr. Wenn man nun bei der ersten Wette callt, schafft man dann noch den Call bei der zweiten Wette? Dies würde einen Mindesteinsatz von 620 bedeuten und das bei einem Stack von 1500. Dieser Einsatz würde einen fast dazu zwingen, sein Blatt über die volle Distanz zu halten. Beim Flop bekommt kann man nun mit 4 Karten einen Straight Draw bilden, und zusätzlich möglicherweise ein weiteres Paar oder Set, während insgesamt 11 Outs im Raum stehen.
Riskiert man nun eine Wette in der Hoffnung, sein Straight zu bekommen oder in der Meinung, das ein oder andere Paar wird den Gegner schlagen? Hierbei sollte man bedenken, dass die Wahrscheinlichkeit, beim River sein Blatt zu vervollständigen bei 12 bis 17 % liegt, also nicht besonders hoch! Man sieht, es empfiehlt sich sowohl beim Online Poker als auch beim Spiel in einem Pokerroom eine gute Strategie in der Hinterhand zu haben.
(C) copyright 2010-2011. |
http://www.onlinepokerdeutschland.com | Kontakt | Online Pokerräume | Poker Forum |
|




