WAS GENAU IST ONLINE POKER UND WIE FUNKTIONIERT POKER IM INTERNET ?

Online-Poker ist virtuelles Poker, welches online per Internet gespielt wird. Die Online-Pokerspieler kommen dabei in sogenannten Online-Pokerräumen zusammen, um entweder um fiktives Spielgeld (Demo-Modus) oder aber auch um Echtgeld (Echtgeld-Modus) zu spielen. Das Spiel selbst findet an virtuellen Pokertischen statt, weshalb sich auch der Spielverlauf, trotz identischer Pokerregeln, von realen Pokerspielen unterscheidet.

 

Der weltweite Online Poker Trend

Virtuelles Zocken, Bluffen, Abkassieren und eine gehörige Portion Coolness – das sind die Kriterien die das Pokerspielen im Netz so interessant machen. Online Poker Spielen ist sowohl bei älteren, als auch bei jüngeren Deutschen sehr beliebt und nimmt immer mehr im Trend zu: Jeder Vierte unter 30 Jahren will im Netz pokern und jeder Achte über 30 Jahren tut das bereits regelmäßig. Die vielen Online-Pokerräume haben entschieden dazu beigetragen, dass die Popularität des Online-Pokers weltweit stetig angestiegen ist und es heute wesentlich mehr aktive Pokerspieler gibt, als zu früheren Zeiten, in denen es noch nicht die Möglichkeit gab, online, im Internet zu spielen. Dementsprechend hoch ist das Spektrum an Angeboten, sich mit dem neuen Trend zu anzuschliessen. Es gibt mittlerweile unzählige Poker-Foren, wo ständig neue Pokerstrategien, Tipps und Tricks ausgetauscht und verfeinert werden, Poker-Webseiten, Poker-Schulen, Poker-Tools und Geld-Bonusse für Neueinsteiger, um die aktiven Spieler-Communities noch weiter auszubauen. Zudem wirkten sich spektakuläre Poker-Events sehr positiv auf das Image des beliebtesten Kartenspiels der Welt aus, wie z.B. der unerwartete Sieg Chris Moneymaker auf der WSOP (World Series of Poker). Chris wurde innerhalb kürzester Zeit zum Multi-Millionär und zu einem weltweit bekannten Vorbild für alle Online-Pokerspieler, die an sich glauben und darauf hoffen, es ihm nachzumachen. Der immense, stetig wachsende Pokerboom trug letzendlich auch dazu bei, dass die Umsätze der Anbieter von Online-Pokerräumen innerhalb weniger Jahre auf 8-Stellige Rekordsummen anwuchsen, welche teilweise an die Spieler weitergegeben werden und somit den Boom noch weiter anfeürn, bis zum heutigen Tag.
 
 Online-Poker spielen unterscheidet sich nur in ausserst kleinen Nuancen vom regulären, traditionellen Poker. Texas Hold’em ist derzeit auch online die meistgespielte Pokerart und wird es voraussichtlich auch bleiben.

 

Die Vorteile des Online-Poker zum traditionellem Poker

Vor nicht allzu langer Zeit wurde professionelles Poker fast ausschliesslich in Landbase-Casinos (reale Casinos) gespielt, was sich für die Casinos, aufgrund kleiner Gewinne-Margen, aber nicht wirklich lohnte. Deshalb wurden weitaus häufiger ertragreichere Slot-Maschinen, Roulette-Tische, Video-Pokerautomaten, etc. aufgestellt und so verschwand das beliebteste Kartenspiel der Welt in den Stammkneipen, Bordellen und Hinterhof-Casinos der Unterwelt, was dem Ruf des Pokerns nicht wirklich geholfen hat. Im Gegensatz zu Landbase-Casinos ist für die Online-Casinos das Anbieten von Poker jedoch wesentlich profitabler, da absolut keine Kosten für Räume, Personal und Austattung anfallen und eine fast unbegrenzte Zahl von Spieltischen angeboten werden kann, welche in ihrer Menge die wesentlich niedrigeren Mindesteinsätze wieder ausgleichen und sehr hohe Profite ermöglichen.

 
Auch für die Spieler ergeben sich jede Menge Vorteile. So ist z.B. das Risiko Verluste zu erleiden aufgrund der höheren Spielerzahl, Spielvarianten, sowie der kleineren Einsätze, auf ein Minimum reduziert. Zudem gibt es kostenlose Online-Pokerschulen, welche dem Neuling mit Rat und Tat beiseite stehen, ihn ausbilden und kostenlos, ohne Zeitbeschränkung, gegen andere Spieler spielen lassen, bis er sich sicher genug fühlt, mit echtem Geld zu spielen.
 
Zudem ist das Spielen in einem Online-Pokerraum zu jeder Tageszeit möglich und komfortabler als das Spielen in einem echten Casino. Auch die Pokerregeln sind einfacher zu erlernen, da die Online-Pokersoftware den Spieler von Beginn an unterstützt, indem sie zum Beispiel aufzeigt, welcher Spieler als nächstes seinen Einsatz machen muss. Aufgrund des schnellen Spielablaufs beim Kartengeben und der Zuteilung des Gewinn-Pots, spielen die Spieler konzentrierter und effizienter, weshalb mehrere Spiele pro Stunde möglich sind.

 
Um das Online-Poker noch spannender zu machen, werden von den Anbietern regelmässig teure Tickets für echte Pokertuniere verschenkt (u. a. WSOP – World Series of Poker, WPT – World Poker Tour, EPT – European Poker Tour) welche die Spieler auf sogenannten Online-Pokertunieren, gewinnen können. So qualifizierte sich z. B. Im Jahre 2003 Chris Moneymaker durch solch ein Online-Pokertunier zum „Main Event“ der WSOP, indem er lächerliche 39 US-Dollar beim bekannten Anbieter Pokerstars einzahlte und das Aufstiegsturnier gewann. Am Finaltisch der WSOP saßen am Ende insgesamt vier Spieler, die sich durch Online-Pokerräume für die WSOP qualifiziert hatten. Chris Moneymaker gewann sein erstes Live-Turnier und kassierte den mit 2.500.000 US-Dollar dotierten ersten Preis. Er wurde dadurch zu einer Legende und erhielt den Status eines Superstars.

 

Die Nachteile des Online-Poker zum traditionellem Poker

Das genau Beobachten des Gegners, ein wesentlicher Bestandteil des traditionellen Pokerns, ist beim Online-Poker nicht möglich. Dadurch entfällt diese wesentliche Komponente des Spiels aber nicht, sondern sie zeigt sich in veränderter Form. Damit muss ein Anfänger erstmal lernen richtig umzugehen. So versuchen manche Online-Pokerspieler z. B. ihre Gegenspieler auf verschiedene Weise zu beeinflussen, um deren Verhalten zu manipulieren oder zumindest zu beinflussen. Das äussert sich z. B. darin, dass Sie per Chat von einem Spieler gezielt angesprochen oder provoziert werden, vielleicht sogar auf eine Weise die in keinem echten Casino möglich wäre. Wenn Sie merken dass man Sie auf diese Art manipulieren will und Ihnen die Karten zu leicht von der “Hand” gehen, weil Sie sich provoziert fühlen, machen Sie einfach eine kurze Pause, um sich zu besinnen und danach wieder voll auf das Spiel konzentrieren zu können, denn die höhere Geschwindigkeit beim Online-Pokerspielen kann durch Ablenkung schnell zu unüberlegten Aktionen verleiten, welche Sie vermeiden sollten.

 

Ablauf eines Online-Pokerspiels

Nach dem Sie sich für einen Online-Pokerraum (Anbieter) entschieden und ein Spieler-Konto eingerichtet haben, wählen Sie einfach eines der gerade im Server befindlichen Online-Pokerspiele und entscheiden sich für einen Pokertisch, an dem Sie spielen wollen. Welchen Tisch Sie bevorzugen ist ihre Sache, dort sind keine Grenzen gesetzt. eventuelle Auswahlkriterien sind die Anzahl der Gegenspieler, die Höhe des Potts, der Einstiegspreis, die Spieler-Nationalität, die Pokervariante u.v.m. Sobald Sie ihre Wahl getroffen haben kanns los gehen.

 
Jeder Spieler erhält vor Spielbeginn eine aufgedeckte Karte und die höchsten Karte entscheidet darüber wer in der ersten Runde der Kartengeber (Dealer) ist, was durch den sogenannten “Dealer Button”, einem kleinen, abgerundeten Zylinder angezeigt wird. Sollten zwei Spieler über die gleiche, höchste Karte verfügen, so entscheidet die Ordnung der Farben: Pik (♠) ist die höchste Farbe, gefolgt von Herz (, Karo () und Kreuz (♣). Diese Rangfolge ist aber nur gültig beim Auffinden des ersten Dealers, sobald die erste “Hand” gespielt wurde, werden die Farben völlig unbedeutend. Ab dann rückt der “Dealer Button“ vor dem Beginn jeder neün Runde eine Position im Uhrzeigersinn weiter, so dass jeder Spieler abwechselnd der “Dealer” (Kartengeber) ist.

 

Bestimmung der Mindesteinsätze

Die ersten beiden Einsätze, welche die ersten zwei Spieler, links vom Dealer (Kartengeber), einsetzen müssen, noch bevor die Karten ausgegeben werden, nennt man “Blinds”. Diese unterteilen sich in den sog. “Small Blind“ (erster Einsatz) und “Big Blind“ (zweiter Einsatz), wobei der “Small Blind“ in der Regel genau halb so gross ist wie der “Big Blind“ und die Höhe des “Big Blind“ der Höhe des Mindesteinsatzes entspricht.

 
Jener Spieler, welcher sich links vom “Big Blind“ befindet, eröffnet dann die erste Setzrunde, wobei der “Big Blind“ logischerweise als letzter an der Reihe ist. Wenn bis dahin keiner der Spieler den Mindesteinsatz erhöht, kann der “ Big Blind“ dies tun (und es gelten weiterhin die üblichen Bedingungen) oder schieben. In den folgenden Setzrunden ist dann der “Small Blind“ als Erster an der Reihe und der “Dealer“ (Kartengeber) als Letzter. Daraus ergibt sich ein Informationsvorsprung, auch “Position“ genannt, weil er weiss, wie sich die in der “Hand” verbliebenden Spieler verhalten, was sich auf das Setzverhalten der anderen Spieler massgeblich auswirkt.

 
Sollten nur noch zwei Spieler an einem Tisch sitzen Heads Up, so ändern sich die Regeln. Der “Small Blind“ bleibt zwar weiterhin der “Dealer“ (Kartengeber), allerdings nur bis vor dem “Flop“, danach nimmt der “Big Blind“ diese Position ein.