OMAHA FLOP STRATEGIE FÜR PROFIS

Omaha für Profis – Tipps für das Spiel nach dem Flop

Beobachtet man einmal die einzelnen Pokervarianten, und legt hier speziell ein Augenmerk auf den Zulauf der Spieler, wird man beim Omaha feststellen, dass hier meist Spieler teilnehmen, die ihre bisherigen Pokerarten in- und auswendig kennen und dort keine Herausforderung mehr sehen. Oftmals kann man dieses Phänomen bei Spielern sehen, die bisher meist Texas Holdem gespielt haben.

 
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Omaha Poker, was die Regeln und den Ablauf angeht, fast identisch mit der Pokerart Texas Holdem ist. So gibt es bei Omaha ebenfalls dieselben Wettrunden wie beim Holdem. Ebenfalls gibt es dort den Flop, den Turn und auch River ist vertreten. Bei beiden Pokervarianten gewinnt beim Showdown die beste Pokerkombination aus 5 Karten. Der eine große Unterschied jedoch, der die beiden Pokerarten voneinander unterscheidet, ist die Tatsache, dass beim Omaha Poker jeder Spieler zu Beginn vier Hole Cards bekommt anstatt der beim Holdem üblichen zwei. Und genau dieser Umstand macht das Spiel Omaha so interessant für viele Spieler. Wird beim Flop nämlich die passende Karte auf den Tisch gelegt, kann man mit diesen vier Hole Cards zahlreiche Erfolg versprechende Kombinationen bilden und so seine Chancen erhöhen.

 
Was für die einen ein Vorteil ist, kann im Gegenzug dazu anderen Spielern zum Verhängnis werden. Dies resultiert weniger aus der Tatsache, dass diese Spieler nicht wahrscheinlich eine sehr gute Hand bilden können, sondern eher daraus, dass sich diese gute Hand beim Turn oder auch beim River noch stark verändern und sogar verschlechtern kann. Häufig bekommen einige Spieler in späteren Straßen auch Probleme durch ihr Handeln beim Flop, oder eben auch durch das Fehlen der richtigen Handlung. Damit man solche gravierenden Fehler beim Omaha Poker vermeiden kann und ein besseres Gefühl für die richtige Omaha Strategie beim Flop bekommt, folgen nun ein paar Tipps, die sowohl beim Online Poker als auch in einem richtigen Pokerroom funktionieren.

 

Beim Omaha Flop spielen – Die richtige Strategie anschlagen

Diskutiert man über die richtige Omaha Strategie für den Flop, kommt man nicht umhin, in erster Linie über die richtigen Starthände hierfür zu sprechen. Nur wer hier weiß, welche Starthände infrage kommen und welche nicht, wird auf die Dauer bestehen und sich wesentlich einfacher durch die Runden bugsieren. Ist man bei einem Omaha Poker Spiel am Flop angekommen, sollte man zuerst einmal den Flop selbst analysieren. Hier gilt es, sich einige wichtige Fragen zu stellen:

 
Auf welche Weise hat der Flop einem geholfen?
Welche Pokerkombination kann man mit den vorliegenden Karten bilden und welche dieser Möglichkeiten ist die Beste?
Wie standhaft ist diese Pokerkombination im Vergleich zu der bestmöglichen Hand?
Besitzt man ein oder mehrere Draws durch die vorliegenden Karten?
Besteht die Möglichkeit, dass der Flop auch den Gegner geholfen hat?

 
Ist man beim Flop im Omaha Poker angekommen, sollte man auf keinen Fall vergessen, diese Checkliste im Geist durchzugehen, um eine sinnvolle Entscheidung für das weitere Vorgehen treffen zu können. Geht man einmal von einer Starthand wie folgt aus: Pik A, Karo D, Pik K, Karo K, was nebenbei bemerkt eine sehr gute Hand ist, und der Flop bringt Folgendes: Karo 9, Kreuz 9, Kreuz 8, scheint diese Hand im weiteren Verlauf nicht wirklich als erfolg versprechend. Selbstverständlich bleibt die Tatsache bestehen, dass man damit immerhin 2 Paare auf der Hand hält, aber durch die Vielzahl der Gegner ist es leicht möglich, dass man durch einen Drilling oder ein Full House geschlagen wird. Außerdem befindet sich nach dem Flop auch noch ein Draw für ein Straight oder einen Flush auf dem Tisch.

 
Daraus zeigt sich sehr deutlich, wie wichtig es ist, die oben aufgeführte Checkliste durchzugehen. Hat man dies getan, kann man im nächsten Schritt dazu übergehen, sich eine Strategie für das weitere Vorgehen zu überlegen. Geht man wieder von dem obigen Beispiel aus, kann es in diesem Fall sehr sinnvoll und auch lohnend sein, die nächste Karte abzuwarten, unabhängig davon, wie es mit den Kosten dafür aussieht. Und doch wird es in den meisten Fällen notwendig sein, trotz der beiden Paare aus der Runde auszusteigen. Ändert man im Gegenzug jedoch den Flop nur ein klein wenig, Karo 9, Kreuz 8, Pik 5, kann man sich relativ sicher sein, dass die daraus resultierende Hand in jedem Fall besser als ein Drilling oder zwei Paare ist, und es sich durchaus rentieren kann eine aggressive Spielweise anzuschlagen. An diesem Punkt kann man erhöhen oder auch einen Re-Raise tätigen um so mögliche Draws zu blockieren.

 

Die Einschätzung der eigenen Hand nach dem Flop

Wie bereits oben erwähnt, ist es nun an der Zeit, die Checkliste durchzugehen, um zu sehen, wie der Flop einem selbst aber auch den Gegner geholfen hat, und wie sich das Ergebnis dieser Überlegung auf die weiteren Straßen auswirkt. Und genau hier wird von vielen Omaha Spielern häufig ein weiterer großer Fehler begangen, indem sie dazu neigen, ihre Hand zu überschätzen. Oft sehen diese Spieler ein Paar, zwei Paare oder sogar einen Drilling auf ihrer Hand und kommen zu dem Schluss, dass diese Hand die Beste in der Runde ist. Durch diesen Trugschluss beginnen sie dann zu callen und zu raisen, was das Zeug hält, mit dem einfachen Ergebnis, dass sie beim Showdown herausfinden, dass ihre Hand lediglich die zweit- oder drittbeste der Runde ist. Aus diesem Grund sollte man sich an diesem Punkt darauf besinnen, welche Hände die bestmöglichen sind, und diese dann mit der eigenen Hand zu vergleichen. Kommt man hier zu dem Ergebnis, dass die eigene Hand lediglich die sechst- oder siebtbeste ist, lohnt sich im weiteren Verlauf kein großer Einsatz von Geld. Aus diesem Grund sollten solche Hände behandelt werden als das, was sie sind, stets mit der Tatsache vor Augen, dass sich die Hand beim Turn verbessern aber auch verschlechtern kann.

 

Die Wette auf den Flop

Geht es darum, sich für eine Wette beim Flop zu entscheiden, sollte man hier in erster Linie die Draws auf dem Tisch beachten. Wie so oft beim Poker trifft man an diesem Punkt auf Spieler, die auf der Jagd nach Draws sind. Dies sollte man nicht zu billig zulassen! Die beste Möglichkeit beim Flop zu wetten ist eine Value Bet!

 

Die Quoten sollten einem gutgesinnt sein

Grundsätzlich ist es für jeden Spieler wichtig, zu wissen, wann sich die Jagd auf ein Draw lohnt und wann nicht! Hier gilt es stets, herauszufinden, welches Vorgehen sich auf lange Sicht rentiert und einem Geld einbringt. Selbstverständlich trifft diese Aussage auf nahezu alle Pokervarianten zu, beim Omaha Poker jedoch finden sich viele Spieler, die gerne jagen und Draws mögen. Dies allein wird aber von Zeit zu Zeit auch viel Geld kosten und einen aussaugen.

 
Deshalb sollte man sein Draw auf jeden Fall mit den Draws auf dem Tisch abgleichen. Hat man zum Beispiel folgende Hand: 9, 8, 7, 6, und auf dem Tisch liegen folgende Karten: B, 10, 5, sollte man sich dem Fall bewusst sein, wenn nun ein D aufgedeckt wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, durch ein höheres Straight geschlagen worden zu sein. Also, Augen auf!

 

Das Spiel nach dem Flop

Gerade jetzt wird es für viele Spieler schwierig. Dies folgt daraus, dass man schneller eine hohe Wette macht, wenn man der Meinung ist, eine Hand zu haben, die nicht geschlagen werden kann. Aus diesem Grund sollte man sich beim Omaha Poker stets an die obigen Tipps und Strategien halten. Auf diese Weise verschenkt man kein Geld und kommt relativ sicher über die Runden.