DIE OMAHA POKER STRATEGIE – PRE FLOP

Tipps und Strategien bei Omaha Pre Flop

Wie bei jeder anderen Pokerart auch, muss ein Spieler auch beim Omaha zahlreiche Entscheidungen während eines Spiels treffen. Eine besondere Bedeutung hierbei kommt jedoch der Entscheidung zuteil, welche vor dem Flop getroffen werden muss. So gilt es hier, sich darüber klar zu werden, welche Starthände es wert sind weiterzuspielen. Des Weiteren sollte man sich überlegen, wie viel man einsetzen möchte und was einen möglicherweise beim Flop erwartet beziehungsweise, welche Aktionen einen am besten beim Flop unterstützen können.

 
Selbstverständlich ist die oben genannte Vorgehensweise bei jeder anderen Pokerart auch sehr wichtig, jedoch ist es bei einem Spiel wie Omaha wichtig für das Überleben. Gerade bei der Pokervariante Omaha muss ein Spieler sich sehr genau das weitere Vorgehen überlegen und seine Aktionen weise planen. Tut er dies nicht, läuft er Gefahr, durch eine falsche Handlung durch einen anderen Spieler ausgebootet zu werden, auch wenn dieser vielleicht eine schlechtere Hand hält. Dies würde einen dann unter Umständen viel Geld kosten, wenn nicht gar den ganzen Stack.

 
Damit einem solche Fehler nicht unterlaufen können, haben wir nachfolgend ein paar Tipps und Strategien zusammengestellt, welche man jedes Mal befolgen sollte, wenn neue Karten ins Spiel kommen. Dies gilt sowohl für Omaha also auch für Omaha Hi/Lo.

Die wichtigen Faktoren beim Omaha Pre Flop

Die Starthände – Im Grunde genommen ist die Starthand für jeden Spieler der wichtigste Faktor beim Omaha, da diese darüber entscheidet, ob einem der Flop zu einer starken Hand verhelfen kann. Deshalb sollte man nicht erwarten, mit einer schlechten Hand nach dem Flop die Nuts vorweisen zu können. Im Gegenzug dazu bietet das Spiel mit einer hervorragenden Starthand zahlreiche Optionen, die der Flop noch bestärken kann.
 
Bei der Spielvariante Omaha Hi werden die meisten Spieler versuchen, mit vier Karten die Chance auf höhere Pokerkombinationen zu bekommen, wie zum Beispiel ein Straight oder auch höher. Selbstverständlich bieten auch Hände, die ein Paar, zwei Paare oder auch einen Draw aufweisen gute Chancen, jedoch halten die meisten von ihnen dem Showdown nicht stand. Aus diesem Grund sollte man grundsätzlich nur mit sehr guten Starthänden weiterspielen: AAKK, AAB10, AAxx, KKDD und so weiter. Außerdem ist eine Starthand mit suited Karten immer besser, da diese eine hohe re-draw Chance auf einen Flush bieten.

 
Gerade bei Omaha Hi/Lo sollte man die Möglichkeit in der Hinterhand behalten, einen Scoop zu versuchen. Aus diesem Grund sollte auch die Starthand dies entsprechend widerspiegeln. An diesem Punkt empfehlen sich Starthände wie folgt: AA23, AA24, AA25 sowie alle anderen Starthände, die es möglich machen, sowohl den Hi als auch den Lo Topf zu gewinnen. Nun ist es auch wichtig zu erwähnen, dass der Beginn eines Spiels mit einer hohen Hand selbstverständlich auch den gesamten Topf einbringen kann. Dieser gehört einem jedoch nur dann, wenn es keinen Lo Gewinner gibt, was aber nicht sehr oft vorkommt. Im Gegenzug dazu können auch sehr niedrige Starthände den Kampf um beide Töpfe aufnehmen, sofern diese in der Lage sind, ein Straight oder ein Flush zu bilden und für den Lo Pot wenigstens 5 Karten unter 8 vorweisen können.

 
Im nächsten Schritt sollte man als Spieler darüber nachdenken, welche Komplettierung seiner Karten man sich durch den Flop erhofft. Neben vielen anderen Fragen sollte man sich hier auch die Frage stellen, welche Aktion man beim Flop angehen möchte. Es wichtig, sich darüber klar zu werden, ob man mit dem erhofften Ausgang beim Flop callen, checken oder gar raisen möchte. Ebenso sollte man sich die Frage tun, welche Aktion angebracht ist, wenn die Komplettierung nicht eintrifft. Jede dieser Fragen gilt es zu beachten, wenn man seine Starthand betrachtet. Mit diesem Vorgehen dürfte es jedem Spieler sehr viel leichter fallen, sich für oder gegen eine Starthand zu entscheiden.

Das Wettverhalten Pre Flop

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Omaha ein Spiel ist, welches sowohl beim Online Poker als auch in einem Pokerroom eine starke Tendenz zu Draws aufweisen. Des Weiteren lockt diese Pokervariante meist Spieler an, die vorwiegend passiv aggressiv spielen. Kommt nun die Frage auf, wie man gleichzeitig passiv und aggressiv spielen kann? Dies erklärt sich dadurch, dass viele Spieler die Omaha Poker Strategie nutzen, durch schleifende Calls günstig den Flop zu sehen. Im Anschluss daran treten jene Spieler dann beim Flop mit einer aggressiven Spielweise in Erscheinung.

 
Die Omaha Poker Strategie kann jedoch für einen Spieler auch sehr gefährlich sein, vor allen Dingen dann, wenn man mit solchen Spielern gemeinsam um den Topf kämpft. Dadurch, dass diese Spieler sich anfangs nur schleichend beteiligen, wird man es sehr hart gegen sie haben.

 
Erklärend sollte hier erwähnt werden, dass man mit einer starken Starthand in jedem Fall einen Raise machen sollte. Mit diesem Verhalten schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen verscheucht man damit so viele Spieler wie möglich und zum anderen schafft man damit einen Topf, der sich sehen lassen kann und denn man hoffentlich bald sein Eigen nennen kann. Es gilt jedoch zu beachten, den Einsatz je nach Gegner mindestens 3 bis 5 Mal so hoch anzusiedeln wie den Big Blind.

 
Im Gegenzug sollte man auf keinen Fall schleichend Callen. Sicherlich gibt es auch hier Ausnahmen, jedoch ist es meist am besten, einen hohen Einsatz mit einer starken Hand zu machen, da auch eine starke Starthand beim Flop oder beim Turn durch die Gegner gekontert werden kann.

Omaha Poker Strategie für Beginner

Während einer Runde Omaha Poker gilt es, zahlreiche Entscheidungen zu treffen. Die Aktionen, die jedoch vor dem Flop gemacht werden, sollten aber grundsätzlich sehr gut überlegt werden. Denn Pre Flop legt man den Grundstein für den Erfolg oder Misserfolg seiner Karten, weshalb man hier sehr überlegt und im eigenen finanziellen Interesse vorgehen sollte.