CASH GAMES IM VERGLEICH MIT POKER TURNIEREN
Wie man von Cash Games auf Poker Turniere umsteigt
Vergleicht man einmal Cash Games mit Poker Turnieren oder Sit n Go Turnieren, stellt man zahlreiche kleinere und auch größere Unterschiede fest. Bei Cash Games bleiben die Blind in der Regel auf demselben Level und ändern sich während der kompletten Sitzung nicht. Außerdem spielen die Teilnehmer eines Cash Games zum Teil um hohe Summen, so hoch, wie sie es sich eben leisten können. Des Weiteren kann sich jeder Spieler, der während des Spiels all seine Chips verliert, sich jederzeit mit einem minimalen Einsatz weiter am Spiel beteiligen, oder sich im Gegenzug auch jederzeit seinen Stack schnappen und aus dem Spiel aussteigen.
Bei Turnieren und Sit n Go´s läuft die Sache hingegen ein wenig anders. Bei sämtlichen Turnieren und Sit n Go´s zahlen alle Spieler denselben Betrag für den Buy-In und erhalten dafür im Gegenzug ihre Chips. Dadurch starten alle Spieler mit der gleichen Anzahl von Chips und die Chancen sind damit ebenfalls für jeden Teilnehmer gleich. Bei Turnieren und Sit n Go´s steigen die Blinds im Verhältnis zu den fortschreitenden Ebenen in Zeitintervallen stetig an. Das bedeutet, je weiter ein Spieler kommt, umso höher sind auch die Blinds. Geht man also zum Beispiel von einem Intervall von 10 Minuten aus, und nimmt ein anfängliches Blind von 10/20 an, steigt dieses nach 10 Minuten auf 20/40 und so weiter. Eine Grenze nach oben gibt es dabei nicht.
Bei Poker Turnieren und Sit n Go´s wird der Prizepool unter den besten 10 bis 30 Prozent an registrierten Spielern aufgeteilt, wobei der Löwenanteil des Gewinns an den Erstplatzierten geht.
Schaut man sich einmal all diese Unterschiede an, kommt die Frage auf, ob es möglich ist, sowohl bei Cash Games als auch bei Turnieren und Sit n Go´s als Gewinner hervor zu gehen. Die Antwort auf diese Frage ist einfach, selbstverständlich kann man bei beiden Pokerspielarten erfolgreich sein. Jedoch ist es hier notwendig, sich der vielen Unterschiede bewusst zu sein, um sich darauf einstellen zu können. Aus diesem Grund haben wir nachfolgend ein paar Tipps und eine Poker Turnier Strategie zusammengestellt.
Der Umfang des Bankrolls bei Cash Games im Vergleich zu Turnieren
Grunsätzlich sollte man bei einem Cash Game in etwa das 300 bis 500 fache des Big Blinds als Bankroll zur Verfügung haben. Beteiligt man sich zum Beispiel an einem Ring Game mit Blinds von 0,5 / 1 Euro, sollte man im schlechtesten Fall 300 Euro parat halten, besser noch 500 Euro. Mit diesem Bankroll ist man in der Lage, natürliche Schwankungen während eines Spiels abzufedern, ohne dabei gleich pleite zu gehen.
Möchte man sich nun an einem Turnier oder Sit n Go beteiligen, sollte man über ein Bankroll von 40 x dem Buy-In verfügen. Spielt man zum Beispiel mit dem Gedanken, sich an einem Turnier/Sit n Go einzukaufen, welches ein Buy-In von 5 Euro hat, ist ein Bankroll von 200 Euro ratsam. In jeden Fall sollte man sich vor Augen halten, dass die Abweichungen in einem Turnier/Sit n Go wesentlich höher ist als in einem Cash Game. Lediglich die besten 10 bis 30 % werden aus dem Prizepool bedient, und befindet man sich nicht unter ihnen, bekommt man nicht mal einen Teil seines Einsatzes wieder. Nicht selten muss man sich erst durch ein paar Spiele kämpfen, bevor man die ersten Gewinne erzielt.
Die Blinds bei Cash Games und im Vergleich dazu bei Turnieren/Sit n Go´s
In nahezu allen Cash Games bleiben die Blinds auf demselben Level. Gerade dadurch, dass die Blind relativ beständig sind, können sich die Teilnehmer in einem Cash Game aussuchen, mit welchen Starthänden sie spielen und wie oft sie sich an der Runde beteiligen. Lediglich in sehr großen Zeitabständen werden die Blinds angehoben, doch diese Abstände sind so groß, dass man sich keine Sorgen machen braucht, dass der Stack dabei draufgehen könnte.
Im Gegenzug dazu erhöhen sich die Blinds bei einem Turnier/Sit n Go regelmäßig in Intervallen von 3 bis 30 Minuten. Für Teilnehmer bedeutet dies, je weiter sie kommen, desto höher werden auch die Blinds. Dies erfordert von den verbliebenen Spielern viel Geschick, da sie nun ihre Chips und ihre Spielweise an die höheren Blinds anpassen müssen, um nicht vorzeitig pleite zu gehen. Aus all diesen Gründen ist es für Cash Spieler wichtig, eine gute und funktionierende Pokerstrategie anzuwenden, je weiter das Spiel voranschreitet, auch wenn es in Ordnung ist, die ersten Runden tight zu spielen. Während die Blinds weiter steigen, lohnt es sich auch zunehmend, diese zu stehlen. Auf diese Weise schaffen es viele Spieler, unter die besten zu kommen, und so auch einen Teil vom Prizepool zu bekommen.
Die Auswahl der Starthände bei Cash Games im Vergleich zu Turnieren/Sit n Go´s
Spieler in einem Cash Game neigen dazu, sich bei der Wahl der Starthände auf die implied Odds zu verlassen. Aus diesem Grund sind die Anforderungen an die Starthände oftmals auch nicht ganz so streng. Da werden dann schon einmal Hände gespielt, die suited Cards oder Connectors aufweisen oder auch Starthände mit einem Paar, in der Hoffnung zu gewinnen, wenn ihr Blatt den Hit macht. Selbstverständlich ist dies nur sehr allgemein erklärt und es müssen immer auch zahlreiche andere Faktoren einbezogen werden. Schaut man sich jedoch die Anforderungen an die Starthände bei einem Turnier/Sit n Go an, wird es schon ein wenig komplizierter.
Bei Turnieren/Sit n Go´s sollte man gerade an die Starthände eine sehr strenge Anforderung einhalten, um es auch bis zu den Auszahlungen zu schaffen. Deshalb sollte man auch die meiste Zeit seine Starthände streng auswählen und damit sehr geradlinig spielen. Ebenso gilt es, aufsehenerregende Bluffs zu vermeiden. Mit Fortschreiten des Turniers/Sit n Go´s, lockern die meisten Spieler ihre Anforderungen an die Starthände, da es sich zunehmend lohnt, die höheren Blinds zu stehlen. Auch bringt einen nun jeder Spieler, der aus dem Turnier raus gekickt wird, näher an die Auszahlungen heran. Anders als bei Cash Games, spielen bei Turnieren/Sit n Go´s implied Odds keine so große Rolle, gewinnen aber an Bedeutung, da alle Spieler nun versuchen, die Auszahlung zu erreichen.
Das Aussteigen
Wie bereits weiter oben erwähnt, kann ein Spieler in einem Cash Game jederzeit seinen verbliebenen Stack nehmen, und aus dem Spiel aussteigen. Im Gegenzug dazu, kommt es bei Turnieren/Sit n Go´s vor, dass ein Spieler über Stunden spielt und am Schluss doch mit leeren Händen dasteht. Aus diesem Grund sollte die Poker Turnier Strategie darin bestehen, es erst einmal bis zu den Auszahlungen zu schaffen, und dann die Gangart zu verschärfen. Ist man letztendlich in der Blase, werden auch die anderen Spieler mit mehr Aggression an das Spiel herangehen.
Auf Turniere/Sit n Go´s umsteigen
Auch wenn die Möglichkeit besteht, sowohl in Cash Games als auch in Turnieren/Sit n Go´s erfolgreich zu spielen, sollte man sich zu Beginn über die gravierenden Unterschiede informieren und sich dieser bewusst sein. Nur dann schafft man auch einen sicheren und von erfolggekrönten Umstieg und kann die Vorteile beider Spielarten für sich nutzen!
(C) copyright 2010-2011. |
http://www.onlinepokerdeutschland.com | Kontakt | Online Pokerräume | Poker Forum |
|




