7 CARD STUD – 6TH STREET POKERSTRATEGIE
Die Strategie 6th Street beim 7 Card Stud
Entscheidet man sich für die 6th Street Strategie, könnte man nun der Meinung sein, dass diese Spielweise relativ geradlinig verläuft, da die meisten Aktionen zu diesem Zeitpunkt bereits stattgefunden haben und die 6te Straße die letzte Karte ist, welche aufgedeckt wird. An diesem Punkt sollte inzwischen klar sein, was die Gegner vermutlich auf der Hand halten und welche Zeichnungen vorhanden sind.
Und doch ist es nicht immer so einfach, wie man sich das vorstellt, da ein Pokerspiel sich nicht an konsistente Regeln hält. Viele Spieler mit einer annehmbaren Hand sind nun ausgestiegen, da die Wetten ab der 5ten Straße höher werden. Dadurch wird das Jagen von Draws aber auch sehr viel interessanter. Benötigt man an diesem Punkt nur noch eine Karte um sein Blatt zu vervollständigen, ist die Zeit gekommen, sich selbst und seine Gegner auszutesten. Auf diese Weise kann man herausfinden, welche Chancen die Gegner haben und wie die eigenen Chancen stehen. Mit diesem Vorgehen kann man außerdem entweder seine Gewinne auf ein Maximum treiben oder auch bewirken, dass sich die Verluste in Grenzen halten.
Die Auswertung der Hände beim 7 Card Stud – Tipps für die Spielweise 6th Street
Einer der ersten Schritte bei solchen Poker Strategien für Profis, ist die Bestimmung der Hände, die die Gegner der Runde wahrscheinlich vorweisen können und diese mit dem eigenen Blatt zu vergleichen.
Zur Verdeutlichung ein kleines Beispiel:
Gehen wir einmal von folgendem Blatt aus: K Herz, A Herz, A Karo, K Karo, 9 Pik, 8 Kreuz
Der Gegner hält folgendes Blatt auf der Hand: zwei Unbekannte (verdeckt), 10 Herz, B Herz, 9 Herz, A Pik
Diese Kombination ist gelinde gesagt wirklich sehr interessant. Wie sich sicherlich jeder ausmalen kann, befindet sich der Gegner bei diesem Beispiel auf dem Weg zu einem Flush oder zu einem Straight, falls er nicht bereits eine dieser beiden Pokerkombinationen bilden kann. Bei genauer Betrachtung ist die Lage sogar noch schlimmer. Der Gegner ist nur noch einen Schritt bzw. ein Out davon entfernt, einen davon abzuhalten, in der 7ten Strasse weiter aufzunehmen.
Verhält sich dieser Gegner in der 6ten Strasse nun eher passiv und geht lediglich mit, genießt man selbst derweil einen gewissen Vorteil, da diese versuchen Ihre Hand möglichst billig komplett zu bekommen. Ist man in ein solches Szenario geraten, kann man an diesem Punkt lediglich seine Wette platzieren und hoffen, dass man damit jemanden entmutigen kann, der Draws jagt. Schafft der Gegner nun die Komplettierung seines Flush oder seines Straight, kann man diesen nun nur noch mit einem Full House schlagen. Dieses jedoch kann man jetzt nur noch dann vervollständigen, wenn man es schafft, mit wenigstens 3 übrigen Outs in die 7te Strasse zu kommen. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, seine Hand zu prüfen und einmal Revue passieren zu lassen, welche Umstände zu diesem Stadium geführt haben. Dadurch wird man zwangsläufig feststellen, ob man gute Chancen hat und es sich lohnt, eine Wette zu machen.
Als Nächstes gilt es, sich noch eine andere Tatsache vor Augen zu halten. Geht man wieder von den Karten aus, die im obigen Beispiel benutzt wurden, sollte man sich jetzt einmal daran zu erinnern versuchen, welche der Karten “tot” und welche “live” sind, und das nicht nur im Bezug auf das eigene Blatt, sondern auch im Bezug auf das Blatt des Gegners. Damit ist gemeint, dass ein Spieler sich darüber im Klaren sein sollte, welche Karten noch zur Verfügung stehen.
Bemerkt man zum Beispiel, dass die offenen Karten des Gegners aus niedrigen Karten bestehen, steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass einer der Gegner eine der eigenen Outs schlägt. Ist man an diesem Punkt angekommen, gilt es, so billig wie möglich in die 7te Strasse zu kommen, da man in den meisten Fällen schlechte Erfolgschancen hat.
Bemerkt man jedoch im Gegenzug, dass die offenen Karten der Gegner hauptsächlich aus Damen, den letzten beiden Königen sowie dem letzten As bestehen, kann es sich lohnen einen Raise zu wagen. Sind die Gegner dieser Runde genauso aufmerksam und haben diesen Umstand ebenfalls beobachtet, werden sie zu dem Schluss kommen, dass Sie nur wenige Outs haben und es besser ist, auszusteigen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass all diese Annahmen selbstverständlich nur Spekulationen sind. Genauso gut besteht die Möglichkeit, dass der Gegner bereits eine gemachte Hand hat. Und doch sollte man nicht zu schnell aufgeben. Würde man nämlich jedes Mal gleich aussteigen, wenn man die Ahnung bekommt, der Gegner könnte einen schlagen, ohne dies fundiert begründen zu können, würde man einfach nur sehr viel Geld verlieren.
Die beste 7 Card Stud Strategie für 6th Street
Spielt man Online Poker und entscheidet sich für die 6th Street Strategie, sollte man also grundsätzlich im Auge behalten, welche Karten “dead” und welche “live” sind. Des Weiteren gilt es, die offenen Karten immer im Überblick zu haben. Außerdem sollte man stets die Chancen für sich und auch für den Gegner ausrechnen und dabei auf dem Laufenden bleiben. Ab diesem Punkt dürfte es mit ein wenig Übung leicht sein, mit der 6th Street Strategie erfolg versprechend zu spielen.
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