Sondermeldung: Die AGCC hat die Lizenz von Full Tilt Poker außer Kraft gesetzt 30 June 2011

In den Vormittagsstunden des letzten Mittwochs ging ein regelrechter Aufschrei durch die Pokerwelt. Die Alderney Gambling Control Commission, kurz AGCC, hat die Glücksspiellizenz des großen online Poker Anbieters Full Tilt Poker außer Kraft gesetzt und damit nicht nur das Unternehmen selbst hart getroffen, sondern auch die Spieler auf der ganzen Welt. Gleichzeitig wurde auch bestimmt, dass Full Tilt Poker ab sofort alle Geschäfte einstellen muss. Gesagt, getan! Die Spiele des Anbieters kamen mit einem Schlag auf der ganzen Welt zum Stehen und so bleibt nur noch betretenes Schweigen.

 
Selbstverständlich hat die AGCC dazu auch eine entsprechende Stellungnahme veröffentlicht, in welcher erklärt wird, warum dieser Schritt notwendig ist. Darin heißt es, dass bestimmte Unterlagen, welche am berühmt-berüchtigten “Schwarzen Freitag”, dem 15. April gefunden wurden, darauf schließen lassen, dass Full Tilt Poker entgegen der gesetzlichen Vereinbarungen handle. Dieses Verhalten beinhalte auch, dass entgegen der in der Glücksspiellizenz vereinbarten Regelungen gehandelt werden. Nun kann sich jeder selbst ausrechnen, dass es hier natürlich notwendig wird, eine Untersuchung einzuleiten. Und auch der Staatsanwalt sieht es so, was wiederum zu den heutigen Handlungen geführt hat. Weiter wurde erklärt, dass die Untersuchungen nicht nur im für die AGCC und die USA wichtig sind, sondern auch im Interesse der Öffentlichkeit durchgeführt werden. Im Zuge der Untersuchungen werde es auch eine Anhörung geben, deren Daten durch den Exekutivdirektor der AGCC bekannt gegeben wurde. So werden die Verantwortlichen am 26. Juli 2011 zusammenkommen und die genauen Umstände prüfen.

 
Des Weiteren hat die AGCC auch noch eine weitere Erklärung veröffentlicht, in der bestimmt wurde, wie der Anbieter Full Tilt Poker nun weiter agieren müsse. So dürfe das Unternehmen im Zuge der Außerkraftsetzung der Lizenz ab sofort keine neuen Kunden mehr zulassen, beziehungsweise eine Registration dieser erlauben. Außerdem ist es Full Tilt Poker untersagt, von jeglichen Kunden Einzahlungen anzunehmen oder auch beantragte Auszahlungen zu veranlassen. Zu guter Letzt ist es Full Tilt Poker auch nicht erlaubt, Kunden Zugang zum Pokerspiel oder dergleichen zu gestatten. Zusammengefasst kommt damit der komplette Betrieb zum Erliegen, was selbstverständlich für Aufsehen gesorgt hat. Nun müssen sowohl die Betreiber von Full Tilt Poker als auch alle bestehenden Kunden auf den Tag der Anhörung warten, da erst dort entschieden werden wird, wie die Zukunft des online Poker Anbieters aussehen wird.

 
Es lässt sich nun wirklich sagen, dass diese Nachricht ein echter Schlag für die Anbieter von online Poker war. Schließlich ist Full Tilt Poker einer der größten Anbieter in diesem Bereich und so geht nun natürlich die Angst um. Doch André Wilsenach von der AGCC beruhigte in einer weiteren Stellungnahme zum einen die Gemüter, wies aber gleichzeitig auf die Dringlichkeit und Ernsthaftigkeit der Angelegenheit hin. Für ihn sind die Anschuldigungen beziehungsweise die Verdachtsmomente, die im Raum stehen von dermaßen großer Bedeutung, dass das sofortige Handeln absolut notwendig war.

 
Von Full Tilt Poker selbst, hat man bis jetzt übrigens nichts gehört. Besucht man die Webseite des Anbieters, wird man dort lediglich auf Wartungsarbeiten hingewiesen und aufgefordert, es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu versuchen. Doch eines ist sicher, auch mit Schweigen wird Full Tilt Poker nicht so einfach aus dieser Sache herauskommen. Wir bleiben auf jeden Fall dran und berichten!

Phil Hellmuth arbeitet sich langsam aber sicher hoch zum WSOP POY 29 June 2011

Die World Series of Poker 2011 hat bereits 40 von insgesamt 58 Turnieren hinter sich gebracht und so rückt die Entscheidung über den Spieler des Jahres immer näher. In den letzten Jahren wurde der sogenannte WSOP POY unter etwas anderen Bedingungen gekürt als in diesem Jahr, doch eines bleibt immer gleich, dieser Titel ist mit einer nicht zu verachtenden Ehre verbunden. Wer würde sich schließlich nicht gerne Spieler des Jahres bei der World Series of Poker nennen?

 
Aufgrund einiger Erfolge in den vergangenen Wochen findet sich nun der bekannte Pokerprofi Phil Hellmuth an der Spitze dieser Liste. Doch eines muss man nun einmal ganz klar sagen, in den nächsten 18 Events kann sich noch viel tun und selbstverständlich hofft insgeheim jeder Spieler auf den Titel des WSOP POY. Es ist also noch nicht aller Tage Abend, und wenn sich Phil Hellmuth nicht vorsieht, kann er auch ganz schnell wieder von seinem vorläufigen Thron gestoßen werden. Ein Blick auf die Liste lässt die oftmals geringen Abstände zu den Gegnern erahnen:

 

 
1. Platz — Phil Hellmuth 420.75 Punkte
 
2. Platz — Samuel Stein 402.63 Punkte
 
3. Platz — Mikhail Lakhitov 401.80 Punkte
 
4. Platz — Mitch Schock 364.81 Punkte
 
5. Platz — John Juanda 336.00 Punkte
 
6. Platz — Amir Lehavot 330.75 Punkte
 
7. Platz — Sean Getzwiller 325.00 Punkte
 
8. Platz — Jason Mercier 323.45 Punkte
 
9. Platz — Mark Schmid 317.75 Punkte
 
10. Platz — Steve Landfish 317.70 Punkte

 
Mit der neuen Regelung zur Bestimmung des WSOP POY gilt es nun nicht mehr, die meisten Bracelets zu gewinnen, sondern es spielen wesentlich mehr Faktoren, welche zum Teil aus der WSOP Europe eingeschleust wurden, zusammen. Es bleibt als spannend, wer sich am Schluss Spieler des Jahres nennen darf!

Tag 26 der WSOP 2011 brachte ein weiteres Gold Bracelet für die Ukraine 28 June 2011

Die World Series of Poker hat ihren 26ten Tag absolviert und dabei insgesamt sechs Events vorangetrieben. Nichtsdestotrotz wurde an diesem Tag nur ein Bracelet vergeben, welches an einen ukrainischen Spieler ging. Damit kann sich das zauberhafte Land nun schon über insgesamt drei Gold Bracelets bei der WSOP 2011 freuen. Doch auch wenn nur ein Gold Bracelet an den Mann gebracht wurde, heißt das nicht, dass an diesem Tag in Las Vegas keine Action geboten war.

 
Los ging es mit Event 38, einem 1.500 USD No Limit Holdem Turnier, welches an Tag 26 endlich einen Sieger küren wollte. Und dieser hat sich auch gefunden! Arkadiy Tsinis konnte das begehrte Schmuckstück mit nach Hause nehmen und sich zudem endlich einen Namen in der Pokerwelt machen. Selbstverständlich gab es für den ersten Platz auch noch ein ansehnliches Preisgeld über 540.136 USD, welches sich der ukrainische Spieler auch redlich verdient hatte, nachdem er sage und schreibe 2.192 Gegner in die Flucht geschlagen hatte.

 
Als Nächstes ging Event 40 an den Start, welches sich als 5.000 USD No Limit Holdem / Six Handed Turnier zeigte. Und auch hier wird sich schon bald ein strahlender Gewinner finden, wobei der Kanadier Matt Jarvis als absoluter Favorit gilt. Er hat sich an diesem Tag nämlich den Chiplead sichern können, was schon einmal eine sehr gute Ausgangsposition ist. Wir dürften also gespannt sein, was der nächste Tag so bringen wird.

 
Mindestens ebenso spannende war es auch bei Event 41, einem 1.500 USD No Limit Holdem Shootout, welches heute den zweiten Tag hinter sich gebracht hat. Hier hat sich nun letztendlich der Finaltisch eingefunden und es geht sozusagen um die Wurst. Den Chiplead hat sich übrigens Eugene Katchalov geholt, der zum Profiteam von Pokerstars gehört.

 
Außerdem fand an Tag 26 der WSOP 2011 auch noch Event 42 statt, die 10.000 USD Pot Limit Omaha Championship. Und auch hier hat sich nun deutlich die Spreu vom Weizen getrennt, und so sind nur noch 38 Spieler für die nächste Runde verblieben. Eines steht in jedem Fall fest, es wird spannend werden! Es finden sich nämlich einige echte Größen der Pokerwelt unter den letzten Teilnehmern, sodass der Chipleader Ben Lamb es nicht leicht haben wird.

 
Auch sehr interessant war Event 43, ein 1.500 USD No Limit Holdem, welches an Tag 26 an den Start ging. Sagenhafte 2.857 Spieler wollten ihr Glück versuchen, und so hat sich hier ein wirklich sehr hoher Preispool angehäuft. Fast vier Millionen USD warten darauf, unter den glücklichen Gewinnern aufgeteilt zu werden, wobei der Sieger sich über 675.000 USD freuen darf.

 
Das letzte Turnier des Tages war dann Event 44, ein 2.500 USD Seven-Card Razz Turnier, welches mit 363 Spielern an den Start ging. Lediglich 166 Teilnehmer haben es geschafft, in die nächste Runde zu kommen und so hat der Chipleader George Lewis noch eine weite Reise vor sich.

Tag 25 der WSOP 2011 bringt drei neue Bracelets 26 June 2011

Noch immer ist die WSOP 2011 in vollem Gange und so sind wir mittlerweile schon an Tag 25 vorbeigerauscht. Selbstverständlich hat auch dieser Tag einige strahlende Gewinner hervorgebracht, wodurch sich drei glückliche Pokerspieler über ein WSOP Bracelet freuen durften. Insgesamt wurden sieben Events an Tag 25 der WSOP 2011 gespielt, was natürlich jede Menge Action und Spaß bedeutete.

 
Los ging es mit Event 36, dem 2.500 USD No Limit Holdem, bei welchem sich sage und schreibe 1.734 Teilnehmer eingefunden hatten. Doch wie immer bei einem Turnier, kann es nur einen Gewinner geben. Der russische Pokerprofi Mikhail Lakhitov konnte sich gegen all diese Kontrahenten behaupten und gewann dafür das stattliche Preisgeld von 749.610 USD sowie ein goldenes WSOP Bracelet. Außerdem hat er mit diesem Sieg auch noch den bis dato führenden Phil Hellmuth von der Spieler des Jahres 2011 – Liste verdrängt und sich auch dort nun den ersten Platz geholt. Für Lakhitov war Tag 25 der WSOP 2011 also in jedem Fall ein Glückstreffer!

 
Weiter ging es dann mit dem 10.000 USD HORSE Championship, wo sich ebenfalls ein strahlender Gewinner gefunden hat. Der Franzose Fabrice Soulier konnte abermals ein Bracelet für sein Heimatland holen und konnte sich außerdem auch noch über das schöne Preisgeld von 609.130 USD freuen. Insgesamt wurden damit bei der WSOP 2011 schon vier Bracelets in französische Hände gegeben.

 
Als Nächstes war dann natürlich Event 38 an der Reihe, ein 1.500 USD No Limit Holdem. Hier galt es, ein Feld von unglaublichen 2.192 Teilnehmern zu überwinden, um an das Bracelet und das Preisgeld zu kommen. Nach zähen Kämpfen hat sich an diesem Tag schließlich Arkadiy Tsinis vor Michael Blanovsky die Führung geholt. Man darf also gespannt sein, wer sich hier 540.000 USD Preisgeld sowie das WSOP Bracelet holt.

 
Bei Event 39 hingegen, einem 2.500 USD Pot Limit Holdem/Omaha Mixed Game, hat sich bereits an Tag 25 der WSOP 2011 ein Sieger gefunden. Geschafft hat dies Mitch Schock, der sich damit nicht nur sein erstes WSOP Bracelet gesichert hat, sondern außerdem noch die schöne Summe von 310.000 USD.

 
Im Anschluss daran kam selbstverständlich Event 40. Das 5.000 USD Six-Max-No-Limit Holdem Turnier hat an diesem Tag die zweite Runde absolviert und damit das Feld der ursprünglich 732 Spieler auf ansehnliche 20 Teilnehmer für den dritten Tag reduziert. Mit dabei werden Größen wie Jude Ainsworth, Matt Jarvis und Justin Flitz sein, wobei sich Letzterer an Tag 25 der WSOP 2011 den Chiplead holen konnte.

 
Immerhin 538 Teilnehmer haben sich dann bei Event 41 eingefunden, welches als 1.500 USD No Limit Holdem Shootout daherkam und an diesem Tag den Startschuss absolvierte. Letztendlich haben es nur 60 Spieler bis ans Ende des ersten Tages geschafft, und so darf man gespannt sein, wer sich die rund 167.000 USD Preisgeld holen wird.

 
Zu guter Letzt startete an Tag 25 der WSOP 2011 auch noch Event 42, welches eine 10.000 USD Pot Limit Omaha Championship ist. Fast 3,5 Millionen USD warten darauf, von einigen wenigen glücklichen Spielern gewonnen zu werden, wobei sich der Pokerprofi Tom Dwan bis zum Ende des ersten Tages den Chiplead sichern konnte.

 
Es sind also wieder einige sehr spannende Turniere bei der WSOP 2011 am Laufen, und wir bleiben selbstverständlich dran!

Tobey Maguire bekommt die Quittung für seine Pokergewinne im Untergrund 25 June 2011

Eigentlich ist es kaum zu glauben, aber auch vor den Reichen und Berühmten der Welt machen unlautere finanzielle Geschäfte nicht halt. So wurde der bekannte Hollywood Star Toby Maguire, welcher den meisten Menschen als Spiderman in Erinnerung ist, vor Kurzem angeklagt, da er angeblich bei High Stakes Pokerspielen im Untergrund Gewinne erzielt hat. Doch nicht nur ihn hat es getroffen, neben Maguire wurden auch noch elf andere Personen angeklagt. So werden auch einige Größen der Pokerwelt, wie zum Beispiel Gabe Kaplan und Dan Bilzerian beschuldigt, Gewinne aus unlauteren Geschäften von Brad Ruderman angenommen zu haben. Dieser schaffte es zu zweifelhaftem Ruhm, als er im letzten Jahr zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde, weil er mittels eines sogenannten Schneeballsystems Investoren um rund 25 Millionen USD betrogen hatte. Hierbei hatte er es geschafft, sich von mindestens 22 Opfern insgesamt 44,3 Millionen USD zu holen, welche er jedoch niemals investiert hatte.

 
Nun muss man zu diesem Vorfall wissen, dass Ruderman seine kriminelle Karriere startete, als er beim Poker 5,2 Millionen USD verloren hatte. Und um eben diese Verluste wieder auszugleichen, hat er nach einem Weg gesucht, an Geld zu kommen. Doch wie so oft im Leben kam auch schnell die Gier dazu und so wurden die Summen immer höher. Dumm nur, dass High Roller No Limit Holdem Cash Games illegal sind, und so sahen sich bald alle Beteiligten einer Anklage gegenüberstehen. Das Gericht verlangt nun von den Beteiligten, dass wenigsten 1,5 Millionen USD dieser Gewinne wieder beschafft werden müssen, da ansonsten eine Gerichtsverhandlung anberaumt werden würde.

 
Toby Maguire wird nun beschuldigt, 311.200 USD bei diesen unlauteren Spielen gewonnen zu haben, welche in Teilbeträgen zwischen Juni 2007 und Mai 2008 auf sein Konto überwiesen wurden. Interessanterweise behaupten die Verwalter nun, dass sowohl Herr Maguire als auch die anderen Beklagten nicht dazu berechtigt gewesen wären, überhaupt Geld zu erhalten. Nichtsdestotrotz sind auch die Beschuldigten natürlich nicht auf den Mund gefallen und sehen sich vollkommen im Recht. So ließ zum Beispiel Bilzerian verlauten, welcher beschuldigt wird, 100.000 USD erhalten zu haben, dass er nicht dazu bereit wäre, auch nur einen Cent wieder zurückzuzahlen. Doch damit noch nicht genug, auch an den anderen Beschuldigten wie Maguire ließ der Pokerprofi kein gutes Haar und beschimpfte diese in den Medien wirklich wüst. In einem Punkt sind sich jedoch alle einig, sowohl Maguire als auch Bilzerian und Co. waren stets der Meinung in einem normalen Casino zu spielen!

 
Übrigens beteiligten sich auch noch andere Stars an diesen Spielen. So versuchten zum Beispiel auch Leonardo DiCaprio, Matt Damon, Ben Affleck und Nick Cassavetes ihr Glück, wobei diese bisher nicht angeklagt wurden. Und vom jetzigen Standpunkt gesehen, wird dies auch nicht mehr geschehen, da die Spiele im Jahr 2009 beendet wurden. Doch eines muss man nun auch einmal sagen, weder Bilzerian, noch Tobey Maguire dürfte es hart treffen, wenn sie ihre beim Underground Poker gewonnenen Gelder wieder zurückzahlen müssten und so ist die ganze Sache wahrscheinlich die Aufregung nicht wert! Wir bleiben auf jeden Fall dran und berichten über die weitere Entwicklung.

Die PPA hat ein Einsehen im Bezug auf den “Schwarzen Freitag” 24 June 2011

Die Meinungen über die PPA innerhalb der Pokergemeinschaft gingen immer schon weit auseinander. Nachdem jedoch der “Schwarze Freitag” über die Anbieter und Spieler gleichermaßen kam, spalteten sich die Lager in zwei Hälften. Die einen sahen mehr als kritisch zu, wie sich die Poker Players Allianz verhielt, während die anderen offene Kritik an deren Gebaren übten. Nun scheint es zumindest so, als hätte die PPA ein Einsehen und sich auf die richtige Seite geschlagen. Und das ist auch gut so, denn eines muss einmal ganz klar gesagt werden. Die reellen Verlierer an der ganzen Geschichte sind die Spieler, die schon seit Wochen auf ihr Geld warten müssen, und nicht die weltweit tätigen Unternehmen!

 
Nichtsdestotrotz hielt das die PPA in den Monaten nach dem “Schwarzen Freitag” nicht davon ab, nahezu wöchentlich E-Mails an alle möglichen Spieler zu verschicken, in welchen sie um die Mithilfe dieser baten. Und als wäre das nicht schon Frechheit genug, forderten sie die Spieler auch noch auf, entweder ihre Mitgliedschaft zu erneuern, eine komplett neue Mitgliedschaft zu beginnen oder aber neue Mitglieder zu werben. Wie man es nun auch dreht oder wendet, im Grunde genommen hat die PPA in diesen E-Mails Pokerspieler, die durch die Vorgänge des “Schwarzen Freitags” in einen Schockzustand versetzt wurden, schlichtweg um Geld gebeten! Es ist also nur zu verständlich, warum sich die kritischen Stimmen zunehmend häuften.

 
Nun, da auch ein Wechsel in der Führungsriege vorgenommen wurde, besinnt sich die PPA auf alte Werte und möchte wieder in den Dienst der Spieler wechseln. Zumindest scheint es so! Denn der neueste Plan der PPA sieht eine sogenannte Pro-Spieler-Agenda vor, welche demnächst an den Start gehen soll. Vielleicht werden jetzt ja endlich die Unternehmen zur Kasse gebeten und nicht mehr die Spieler!

Der US Marine Kapitän Robert Shortway holt sich viel Geld bei der WSOP 2011 23 June 2011

Wie jeder aus der Pokergemeinschaft weiß, ist die World Series of Poker immer wieder für eine Überraschung gut. So hat sich auch vor wenigen Tagen wieder eine Geschichte ereignet, die selbst in Las Vegas noch für Aufsehen gesorgt hat. Der US Marine Kapitän Robert Shortway ist gerade einmal drei Wochen von einem achtmonatigen Einsatz in Afghanistan zurück und schon konnte er sich bei der WSOP 2011 Preisgelder in Höhe von 268.000 USD sichern.

 
Nachdem er die erste Woche in der Heimat ausschließlich seiner Familie gewidmet hatte, hat sich Shortway zusammen mit seinem Freund Justin Zaki im Anschluss daran auf den Weg nach Las Vegas gemacht. Während die beiden Freunde bei den Buy-Ins gemeinsame Sache gemacht haben, standen sie sich bei den Turnieren selbst als Konkurrenten gegenüber. Nichtsdestotrotz haben sie sich die Preisgelder dann wieder brüderlich geteilt.

 
Sieht man sich nun einmal die Bilanz der beiden Pokerspieler bei der WSOP 2011 an, so kann man sagen, die Rechnung ist in jedem Fall aufgegangen. So konnte der US Marine Kapitän Robert Shortway bereits in zwei Events punkten und sich ein angemessenes Preisgeld holen, wobei gerade das zweite Turnier, ein 1.500 USD No Limit Event, sein ganz persönliches Wunder darstellte. Dieses beendete er schlussendlich auf dem dritten Platz und bekam hierfür 263.655 USD. Besser hätte es doch wirklich kaum laufen können für den Profi!

 
Und auch aus einem weiteren Grund sorgte die Glückssträhne von Shortway für Aufsehen. In einschlägigen Kreisen gilt er nämlich nicht unbedingt als abgebrühter Pokerprofi, sondern vielmehr als unerfahrener PLO. Doch wie schon so oft bei der World Series of Poker, sind es oftmals die Außenseiter, denen keine allzu großen Chancen ausgerechnet werden, die sich das große Geld holen.

 
Shortway selbst fasst seine Gewinne als großes Glück auf, und erklärte, dass man zwar viel über das Thema lesen kann, wenn es aber hart auf hart kommt, sieht die Sache eben meist ganz anders aus. Da geben wir ihm doch gleich uneingeschränkt recht!

Chris Lee gewinnt die Premiere des 10 Game Mixed bei der WSOP 2011 22 June 2011

Chris Lee hat sich in den letzten Jahren einen Namen in der Pokergemeinde gemacht, indem er bei den Cash Games immer in den High Stakes für Aufsehen sorgte. Für ihn ist das wohl schon so eine Art Tradition, da er das gleiche Verhalten schon gezeigt hat, als er auf der Highschool mit dem Pokern angefangen hat. Auch da tummelte er sich stets bei den höchsten Einsätzen, was sich im Laufe der Jahre auch ausgezahlt hat.

 
Nun kann er einen weiteren Erfolg in seiner Karriere verbuchen und darf sich ab sofort offiziell als Gewinner eines Bracelets bezeichnen. Bei der WSOP 2011 hat sich Chris Lee nämlich beim 10 Game Mixed versucht, welches in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet, und sich dort auch gleich den Sieg geholt. Hierfür musste er “lediglich” 431 Spieler in die Flucht schlagen und schon konnte er sich über die 254.955 USD Preisgeld freuen. Außerdem erhielt er eines der begehrten Bracelets der World Series of Poker.

 
Lee selbst freute sich sichtlich über den Erfolg und drückte dies auch in Worten aus: “Es ist wirklich cool, dass ich das 10 Game Mixed gewonnen habe, vor allen Dingen, weil ich kein geübter Mixed Game Spieler bin.” Nichtsdestotrotz ist die Teilnahme und der Sieg in diesem Turnier irgendwie typisch für den leidenschaftlichen online Poker Spieler. Schließlich ist er bekannt dafür, dass er eigentlich immer und überall Poker spielt. Umso verwunderlicher ist die Tatsache, dass er während seiner ganzen Karriere lediglich zweimal ein Preisgeld bei einem Live Event holen konnte.

 
Doch Lee wäre nicht Lee, wenn er sich nun zurücklehnen würde und auf seinem Erfolg ausruhen würde. So hat er bereits anklingen lassen, dass er sich zwar sehr über das Bracelet freue, er sich aber über ein Zweites noch viel mehr freuen würde. Wir haben also allen Grund zu der Annahme, dass Chris Lee noch weitere Pläne bei der WSOP 2011 hat.

 
Außerdem wird es sich Chris Lee auch nicht nehmen lassen, weiter beim online Poker zuzuschlagen. Die Ereignisse des “Schwarzen Freitages” jedoch, als das FBI drei der größten online Poker Anbieter ins Visier genommen hatte, haben auch an der Profikarriere von Chris Lee ihre Spuren hinterlassen. So wird der US-Spieler, der ursprünglich in Deutschland geboren wurde, sich eine andere Ausgangsposition suchen müssen. Deutschland würde sich da natürlich anbieten, aber auch Kanada wäre eine Option. Wohin es Chris Lee nun letztendlich auch verschlagen wird, wir werden sicherlich noch oft von ihm hören!
a

Viktor “Isildur1″ kommt beim SuperStar Showdown doch noch zum Zug 21 June 2011

Einer der wohl besten Pokerspieler überhaupt ist bekanntermaßen ja leider zu jung, um an der World Series of Poker teilzunehmen. Aus diesem Grund ist auch die Riege der Gegner momentan sehr dünn gesät, da diese sich alle bei der WSOP 2011 aufhalten. Und doch hat Viktor Blom, auch als Isildur1 bekannt, nun letztendlich einen Gegner für den SuperStar Showdown gefunden. Rui Cao betrat am vergangenen Sonntag die Bildfläche bei Pokerstars und erklärte sich als bereitwilliger Gegner für den jungen Spieler.

 
Und eines hat das Spiel der beiden Kontrahenten sehr eindrucksvoll gezeigt, auch außerhalb der World Series of Poker kann es spannend zugehen. Das dürfte sowohl die Zuschauer als auch die Spieler selbst sehr freuen, da ja bekanntermaßen seit dem berühmten “Schwarzen Freitag” eine sehr große Klientel der Pokeranbieter ausgeschlossen wurde. Nichtsdestotrotz zeigten der Schwede und der Franzose sogleich, was in ihnen steckt. Beide Pokerprofis gingen von Anfang an in die Vollen und bekämpften sich hart beim 50USD/100USD No Limit Holdem.

 
Nun könnte man meinen, dass Viktor Blom ein wenig aus der Übung sei, da es außerhalb der WSOP 2011 im Grunde genommen wenig Action für ihn gab. Doch weit gefehlt! Schon nach wenigen Händen hat sich der Schwede einen schönen Pot über 20.000 USD geholt, und so seinem französischem Kontrahenten gezeigt, was ihn erwartet. Übrigens sind beide Spieler mit einem Bankroll von 150.000 USD angetreten und haben dazu einige Regeln für ihr Spiel festgelegt. Je nachdem, wer als erster 2.500 Hände gespielt hat oder auch sein Bankroll verbraten hat, ist damit raus aus dem Spiel.

 
Im weiteren Verlauf konnte Isildur1 seinen Gegner weiter dominieren, doch Rui Cao ließ sich nicht beeindrucken und schlug immer wieder kräftig zurück. Auf diese Weise entstand ein wirklich sehr interessantes Duell, dass sichtlich Spaß machte. Doch wie es auch beim online Poker nun einmal so ist, kann es nur einen Gewinner geben. Nachdem sich Viktor Blom nahezu jeden Topf geholt hatte, konnte sich Cao natürlich nicht mehr lange halten und musste auch sein letztes Geld noch an den Schweden abtreten.

 
Für Blom war dies ein mehr als brauchbarer Sieg und so beflügelt machte er sich direkt danach auf, auch noch gegen andere Pokergrößen wie Dan Cates, Tony G, Scott Palmer, Daniel Negreanu und Eugene Katchalov anzutreten. Schlussendlich steht Isildur1 nun mit 500.000 USD im Plus, was den SuperStar Showdown angeht. Sieht man sich jedoch einmal seine Bilanz für das Jahr 2011 im Gesamten an, so weist diese ein dickes Minus von 350.000 USD auf!

Mike Sexton verpasst knapp Bracelet 2 20 June 2011

Die WSOP 2011 ist in vollem Gange und so fand am vergangenen Donnerstag das 1.500 USD Seven-Card Stud Hi-Lo Event statt. Das Überraschende dabei war, dass sich Pokerlegende Mike Sexton bei diesem Turnier die Ehre gab und es sogar bis an den Finaltisch schaffte. Der Profi von Party Poker dürfte den meisten Menschen der Pokergemeinde inzwischen eher als einzigartige Stimme der World Poker Tour bekannt sein und weniger als guter Pokerspieler. Doch eines hat er diesen Menschen auf jeden Fall bewiesen, er war und ist ein hervorragender Spieler und steht nicht ohne Grund in der Hall of Fame. Die Älteren Spieler dürften sich auch noch daran erinnern, dass Sexton bereits vor sagenhaften 22 Jahren ein Bracelet bei der World Series of Poker gewonnen hat, und so war es natürlich mehr als an der Zeit, einen erneuten Versuch zu wagen.

 
Anfangs sah es für den Party Poker Profi noch sehr gut aus. Er umschiffte sicher ein schier unüberschaubares Feld von 604 Teilnehmern und fand sich schließlich Auge in Auge mit dem ebenfalls sehr bekannten Pokerprofi Chris Viox am Finaltisch. Und der Kampf der beiden Titanen war sowohl für die Zuschauer als auch für die Spieler selbst ein sehr spannender. Weder Sexton noch Viox wollte sich geschlagen geben und so schenkten sich die Kontrahenten bis zur finalen Hand nichts. Letztendlich musste sich Mike Sexton aber doch noch verabschieden und verpasste damit wirklich um Haaresbreite das zweite Bracelet seiner Karriere. Selbstverständlich war auch dem Party Poker Profi bewusst, wie knapp diese Entscheidung war und sagte: “Manchmal kann man die Karten halt nicht beeinflussen. Es sollte wohl einfach nicht sein. Außerdem möchte ich Chris Viox gratulieren. Er hat wirklich großartig gespielt!”

 
Unbestritten hat sich Sextons Gegner Chris Viox sehr über seinen Sieg gefreut und kann nun neben dem Bracelet auch noch 200.459 USD mit nach Hause nehmen. Natürlich wurde ihm der Sieg auch noch durch die Tatsache versüßt, dass er sich gegen eine echte Pokerlegende behauptet hat. Noch dazu war Mike Sexton für Chris Viox schon in jungen Jahren ein großes Vorbild und so hätte er es sich sicherlich nicht träumen lassen, einmal eine solche Chance zu bekommen.

 
Nichtsdestotrotz kann sich auch Mike Sexton bei der laufenden World Series of Poker nicht darüber beschweren, dass es schlecht laufen würde. Der Profi von Party Poker stieg nämlich gleich am nächsten Tag wieder aufs Pferd und beteiligte sich an weiteren Turnieren. Und so kam es auch, dass er sich an diesem Tag immerhin 123.925 USD sichern konnte, was seiner Billanz an Einnahmen bei der WSOP einen kräftigen Schub verpasst hat, und diese auf über eine Million USD anhob. Insgesamt hat der vielseitige Pokerspieler während dieses Jahres bereits drei Millionen USD in Live Events gewonnen, was ihm schließlich auch erst einmal einer nachmachen muss. Und eines ist klar, es war sicherlich nicht sein letzter Versuch, an Bracelet 2 zu kommen!

 
Den dritten Platz beim 1.500 USD Seven-Card Stud Hi-Lo Event hat sich übrigens Gerard Rechnitzer geholt, und dafür auch noch 77.907 USD einkassiert. Schauen wir mal, was die nächsten Tage noch so bringen werden!